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eine Ausbildungsstufe auf dem Weg zum Ritter

Schon bei den Römern war es Sitte, Jungen zur Bedienung im Haus zu haben. Sie wurden unter der Aufsicht alter, ausgemusterter Legionäre oder Sklaven, später in besonderen Anstalten (Pädagogien) erzogen. Deshalb erhielten sie den Namen »paedagogianus puer«, woraus das Wort Page entstand.

Als sich das Ritterwesen immer mehr ausprägte und fast zunftartigen Charakter annahm, erhielten die Pagen den Rang von Lehrlingen. Jeder, der die Ritterwürde erlangen sollte oder wollte, mußte die Pagenlaufbahn antreten.
Sobald ein Junge das siebte Lebensjahr erreicht hatte, wurde er durch strenge Erziehung an einem Hof oder in einer Burg vorbereitet „zu schimpf und ernst“. Die Arbeiten eines Pagen waren die eines gewönlichen Dieners. Er begleitete seinen Gebieter auf der Jagd und auf Reisen, bediente ihn an der Tafel und war als Mundschenk tätig. Den Frauen war es vorbehalten, die Pagen in Religion und Höflichkeitsformen zu unterrichten. Mit dem 14. Lebensjahr wurde der Page zum Knappen erhoben.

Hal Foster hat sich so intensiv mit dem Mittelalter beschäftigt, daß es für ihn ein leichtes war, eine Serie »Die Abenteuer zweier Ritterknaben« zu schreiben, um das Seitenformat beizubehalten. In der Carlsen-Ausgabe sind dies die Originalseiten 376 bis 459 in den Bänden 9 und 10. Hier werden die Pflichten der Pagen mit den Mitteln Fosters dargestellt.

Es ist davon auszugehen, daß Eisenherz Page auf der väterlichen Burg in Thule war. In England wird er gleich als Knappe Gawains anerkannt. Doch Eisenherz drängt darauf, daß seine Söhne durch diese strenge Schule gehen, in der edle Herkunft beim Dienst am Tisch nicht zählt. Ebenso sorgt er dafür, daß der Dienst in der Fremde erbracht wird, wohlwissend und darauf vertrauend, daß seinen Söhnen die gleiche Unruhe und der gleiche Ehrgeiz mitgegeben wurden wie ihm. Er akzeptiert das Systen, da er in ihm zu dem geworden ist, was er ist.

Seiten: 1089/24, 2209/49

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